Mabon - Sei in deinem innerem Gleichgewicht

Mabon

Mabon, das Fest der Herbst-Tagundnachtgleiche ereignet sich meist um den 21. - 23. September und schenkt uns den Impuls nach dem regen Treiben des Sommers innezuhalten, Klarheit und inneres Gleichgewicht zu finden.

 

Wir sind nun gut aufgeladen und genährt durch die vorangegangenen Jahreszeiten. So wie die Natur sich allmählich wieder in sich zurückzieht, dürfen wir dies ebenfalls tun. Nun geht es auch darum, sich auf den nahenden Winter vorzubereiten.

 

Bei Mabon stehen Tag und Nacht, Licht und Dunkel, in vollkommenem Gleichgewicht – ein kraftvoller Übergang in die dunklere Jahreszeit.

 

Im Jahreskreis markiert Mabon das zweite von drei Erntefesten – nach Lughnasadh und vor Samhain. Die Erntezeit lädt ein, sich in Dankbarkeit zu üben. Nicht nur für die wertvollen Schätze, welche uns die Natur schenkt, um gut versorgt zu sein für die nächsten Monate. Sondern auch Dankbarkeit für das, was sich in diesem Jahr in unserem Leben ereignet hat. Neben den Segnungen, waren auch die Herausforderungen ein wichtiges Erlebnis, um auf seelischer Ebene wachsen zu können. 

 

Mabon, benannt nach einer keltischen Sagengestalt – dem göttlichen Sohn der Modron – steht symbolisch für Jugend, Ernte und Licht, das in die Dunkelheit geführt wird. Der Begriff selbst ist eine moderne Neuschöpfung, verankert in neu heidnischen Traditionen. 

Herbst

 

Rituale zu Mabon

Kraftquelle

Schmücke zu Mabon deinen Altar oder einen Bereich deines Zuhauses. Farblich darf sich darin gerne Gelb, Orange oder sanfte Brauntöne wiederfinde. Blätter, Zweige oder Räucherwerk sind ebenfalls ideal. Als Kristalle eignen sich Tigerauge, Moosacht oder Bernstein.

 

Finde inneres Gleichgewicht

 

Vorbereitung

  • Finde einen ruhigen Platz, zünde eine Kerze an.

  • Lege zwei kleine Gegenstände bereit, die für dich Licht und Schatten symbolisieren (z. B. eine helle und eine dunkle Kerze, einen Stein und eine Blume).

Ablauf

  1. Zentrierung
    Schließe die Augen, atme tief ein und aus. Spüre, wie dein Körper schwerer wird und du ganz im Hier und Jetzt ankommst.

  2. Reflexion
    Nimm den hellen Gegenstand in deine Hände. Denke an etwas, wofür du in diesem Jahr dankbar bist – etwas, das in Fülle gewachsen ist. Lege ihn dann zur linken Seite. Nimm den dunklen Gegenstand in deine Hände. Denke an etwas, was herausfordernd gewesen ist und das du loslassen möchtest. Lege ihn dann auf die rechte Seite.

  3. Balance herstellen
    Sitze aufrecht, schau die beiden Symbole an, die nun nebeneinander liegen und sprich leise oder innerlich:
    „So wie Licht und Schatten im Gleichgewicht sind, so bin auch ich in Balance. Ich ehre beides – die Fülle und das Loslassen.“

Abschluss

Lösche die Kerze bewusst, als Zeichen dafür, dass du das Gleichgewicht in dir bewahren wirst.

 


Refelxionsfragen

Reflektiere Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse.

 

  • Was durfte ich dieses Jahr ernten – auf materieller, emotionaler oder spiritueller Ebene?

  • Wofür möchte ich besonders dankbar sein?

  • Wo darf ich jetzt Frieden schließen – mit dem, was war, und dem, was kommt?

  • Worauf möchte ich mich die restliche Monate des Jahres fokussieren?

 

Erdung

Runen für Mabon

 

Viele germanische Stämme bedienten sich Kraft der Runen. Sie wurde und wird zum Oraklen, Schutz vor Bösen und anderer spiritueller Zwecke genutzt. Kennzeichen gerne deinen Altar oder eine besondere Ecke in deinem zu Hause mit den Runen. Folgende Runen dürfen gerne zu Mabon dein Heim schmücken. Du kannst die Zeichen auf ein Blatt Papier malen oder auf kleine Steine schreiben.

 

Gebo

X

Sie symbolisiert den Austausch von Geben und Nehmen in jeglicher Form, sei es materiell, emotional oder energetisch. 

Fehu

Repräsentiert materiellen Besitz, Wohlstand und Fülle, was gut zum Erntedankfest passt.

 

 

Mabon ist mehr als ein Erntedankfest.
Mabon ist ein Spiegel, in dem wir sehen: Was zeigt sich im Licht meines Lebens? Welche Samen haben Früchte getragen, was dar sanft losgelassen werden und was darf noch kommen?

Ich wünsche dir ein wunderbares Fest.

 

Alles Liebe,

Sandra